week 95

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„ALLES MUSS RAUS“ von Jimok Choi, 2016

Mit Jimok Choi ist die Ausstellungsreihe  “DEN ORT VERLASSEN”/ 5 Positionen zu transformativen Prozessen, kuratiert von Nina Venus  am 17.06. 2016 eröffnet worden. Ebenso wie Choi, ein ehemaliger Studierender bei Prof. Piotr Nathan, sind auch die folgenden Künstler Studierende der Klasse Nathan an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel.

Jimok Choi transformiert in seiner Arbeit den gegebenen Rahmen und kehrt das Innerste nach außen. So hat er in seinen jüngeren Werken gesammelte, alte gerahmte Gemälde in 4 Teile zersägt und so wieder neu zusammengesetzt, dass der nach innen gekehrte äußere Rahmen im Zentrum des neuen Bildes ein Kreuz bildet. Einige dieser von Außen nach Innen gekehrten Gemälde sind als Petersburger Hängung im rückwärtigen Raum ausgestellt.
Auf die selbe Weise behandelt er auch die Gebrauchsgegenstände, die das Konzept dieser Ausstellung ausmachen. Seine Objekte bewegen sich bewusst spielerisch zwischen der Grenze von Kunst und Design. Die hier ausgestellten Arbeiten bestehen aus bekannten Ikea Möbeln, die er mit einer japanischen Handsäge kreuz und quer zerteilt und wieder neu zusammensetzt. Die dadurch entstandenen Objekte sind sowohl Gebrauchsstücke als auch humorvolle konzeptionelle Kunstwerke.

Er hat sich auf das Thema dieser Ausstellungsreihe „den Ort verlassen“ mit dem Ziel eingelassen, alle Objekte an den Mann und die Frau zu bringen – „ALLES MUSS RAUS“. Alle Arbeiten sind zu spottbilligen und reduzierten Preisen verkäuflich. Jimok Choi möchte die Kunst dem Leben möglichst so nah bringen, wie es Ikea längst geschafft hat: in fast jedem Haushalt steht irgendein Ikea-Objekt, zu vernünftigem Preis, natürlich. Der Ikea Werbeslogan ‘Wohnst Du noch oder lebst Du schon?’ wird von Jimok Choi weitergetrieben zu der Frage ‘lebst Du noch oder transzendierst Du schon?’
Alles, was wir sehen, muss raus. Das Regal ‘Formdo’ beispielsweise ist statt für Euro 499,– nun für Euro 399,– zu haben. ‘Tdiffe’ ist ein zerteilter Hocker und ein Viertel des Hockers ist für nur Euro 79,– im Kunstkontext geradezu ein Schnäppchen.

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