Monthly Archive for March, 2017

week 104

week 104

week104 neu klein
Die abstrakten Bilder von Clara Brörmann haben eine vielschichtige Materialität. Farbe hat einen Körper und wird eingesetzt als pastose Ölfarbe aus der Tube, als Strukturmasse oder dünne Lasur. Der Bildaufbau ist prozessorientiert, Farbflächen werden aufgetragen, übermalt und bis auf die Leinwand wieder aus dem Bild herausgerissen. Dieser offene, schrittweise Vorgang wird selbst zu einem Merkmal ihrer Malerei und bleibt für den Betrachter im Bild erfahrbar.

Für das 104. Fenster hat die Künstlerin die Wände mit dem vergrößerten Kupferstich der Sündenfall von Dürer plakatiert. Auf dem sich vielfach wiederholenden Motiv präsentiert sie Malerei aus ihrer Serie einszwei. In dieser Installation von Berlin weekly geht es um Sie und Ihn, um die ewige Wiederkehr des Paares, um Adam und Eva.

The abstract pictures by Clara Brörmann have a multi-layered materiality. Color has a body and is used as a pasty oil color from the tube, as a structural mass or thin glaze. The image composition is process-oriented, color fields are applied, painted over and ripped out from the picture down to the canvas. This open, step-by-step process itself becomes a feature of her painting and remains perceptible to the viewer.

For the 104th window, the artist has put posters onto the walls with the enlarged copperplate engraving of Albrecht Dürer’s “Fall of Man” (1504). On the repetitious motif, she presents paintings from her series einszwei (onetwo). This installation in the Berlin weekly window is about HIM and HER – about the eternal return of the couple Adam and Eve.

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week 103

week 103

maik teriete window103 kl
„Anschein“ von Maik Teriete  www.maikteriete.de, http://werktalkberlin.blogspot.de

Die Installation von Maik Teriete ist eine Skulptur ohne ein Inneres. Sie ist sowohl ein Zusammenhang gestalteter Formen, als auch das Gefüge, das diese mit dem umgebenden Raum bilden.
Dieser Raum ist nicht von der Skulptur zu trennen. Die Formen nehmen ihn auf, greifen in ihn ein und definieren ihn neu.  Die endgültige Form muss erst gefunden werden in einem stetigen Prozess aus Zufügen und Wegnehmen. Es geht um die richtige Balance zwischen konkret und abstrakt, zwischen zu viel und zu wenig, zwischen geordnet und chaotisch. Ähnlich wie beim Akt des Zeichnens wird der Raum zur Oberfläche, auf der Linien und Formen angeordnet werden.
Wie beim Akt des Bildhauens entsteht eine Form, die wie Fred Sandback gesagt hat, „eine Gesamtheit darstellt, die nicht reduziert werden kann”.
Indem die Betrachtenden ihren Standpunkt verändert, verändert sich auch der Eindruck der gesamten Installation.

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